Welche Stoffe eine Membran zurückhält, hängt von der eingesetzten Membrantechnologie ab. Mit Membranverfahren von der Mikrofiltration (MF) bis zur Umkehrosmose (RO) lässt sich theoretisch nahezu das gesamte Spektrum an Verunreinigungen – von groben Partikeln bis hin zu gelösten Salzen – entfernen.
Im Bereich der industriellen Prozessbadpflege setzt Atec jedoch überwiegend Mikrofiltration sowie Ultrafiltration bzw. in einigen Anwendungen grobe Nanofiltration ein.
Mikrofiltration (MF)
Die Mikrofiltration eignet sich insbesondere zur Entfernung von:
- Ölen und Fetttröpfchen
- Feststoffpartikeln
- Abrieb und Schmutz
- Metallhydroxiden und anderen Ausfällungen
- Bakterien
Gelöste Badchemikalien wie Reiniger, Alkalität und Tenside passieren die Membran und verbleiben im Prozessbad. Dadurch können Verschmutzungen entfernt werden, ohne die Badchemie wesentlich zu verändern.
Ultrafiltration (UF) und grobe Nanofiltration (NF)
Bei der Spülbadpflege kommen häufig engere Membranen zum Einsatz. Neben den oben genannten Verunreinigungen (Öl, Partikel,…) können diese zusätzlich zurückhalten:
- Makromolekulare organische Verbindungen
- Tenside
- Weitere größere gelöste Moleküle
Dadurch lassen sich Spülbäder häufig deutlich länger nutzen und bei Bedarf mit weiteren Aufbereitungsverfahren, beispielsweise zur Reduzierung der Leitfähigkeit, kombinieren.
Die Auswahl der geeigneten Membran erfolgt immer anhand der Zusammensetzung des Prozessmediums und des gewünschten Aufbereitungsziels.