Herkömmliche Ölabscheider basieren auf der Trennung von Öl und Wasser per Schwerkraft. Das weniger dichte Öl schwimmt im dichteren Wasser auf. Damit dieser Prozess sauber funktioniert, muss das Medium ausreichend Verweilzeit im Ölabscheider haben. Dieser muss also eine gewisse Mindestgröße haben. In der Regel gilt, je besser der Ölabscheider funktionieren soll, desto größer muss dieser sein. Platz ist in Industriebetrieben jedoch oft stark limitiert.
Ein weiterer limitierender Faktor ist die Badchemie bzw. der Reiniger. Wenn ein demulgierender Reiniger eingesetzt wird, was bei den meisten Entfettungsbädern der Fall ist, dann ist es für einen Ölabscheider nahezu unmöglich, das Bad vom Öl zu befreien. Der Reiniger hält das Öl emulgiert, d.h. es schwebt sehr stabil als kleine Tröpfen im Wasser.
Der Vorteil der Membranfiltration ist, dass die Trennung durch die Porengröße der Membrane stattfindet. Diese ist klar definiert und ändert sich nicht. Das Wasser und der Reiniger können die Poren passieren, während das Öl sowie Partikel zurückgehalten werden. Dieser Prozess ist unabhängig von Reiniger, Temperatur und auch von der Öl- bzw. Schmutzkonzentration. Das erzeugte Filtrat ist immer öl- und trübungsfrei.
Damit ist die Membranfiltration gegenüber Ölabscheidern das robustere und zuverlässigere Verfahren für die Pflege von Reinigungsbädern. Diese Vorteile haben sich in den letzten Jahren durch den Einsatz robuster keramischer Membranen weiter gesteigert.