Aufbereitung von Natronlauge durch Membranfiltration

Die Aufbereitung und Wiederverwendung von Prozesslaugen wird für Unternehmen zunehmen interessant. Sie birgt teilweise enormes Potential zur Kosteneinsparung und gleichzeitiger Schonung der Umwelt. Bei der Laugenaufbereitung in industriellen Prozessen müssen in der Regel Trübstoffe und Partikel abgetrennt werden. In manchen Fällen müssen auch hochmolekulare Substanzen aus der Lauge entfernt werden, damit diese im Prozess wiederverwendet werden kann. Demenstsprechend müssen die geeigneten Membranen und Trenngrenzen ausgewählt werden. Bei hohen Konzentrationen, vor allem auch bei erhöhten Temperaturen, wird auch Lauge korrosiv. Dadurch ergeben sich spezielle Anforderungen an die verwendeten Werkstoffe, sowohl für die Membranen als auch für die Gesamtanlage (Edelstahl, Dichtungen, Sensoren,…). Durch unsere langjährige Erfahrung im Sonderanlagenbau können Atec Filtrationsanlagen individuell an Ihren Laugenprozess angepasst werden.

Presslauge aus der Viskoseherstellung

Bei der Herstellung von Viskosfasern (engl. auch „rayon fiber“ genannt) entsteht ein Abfallstrom, die sogenannte „Presslauge“. Es handelt sich dabei um Natronlauge mit einer Konzentration von ca. 15%, die stark mit Trübstoffen aus Cellulosefasern belastet ist. Um diese Lauge im Prozess wiederverwenden zu können, müssen die Trübstoffe entfernt werden.

Die speziellen Atec Cross-Flow Membranfiltrationsanlagen eignen sich hervorragend für diese Anwendung. Hierbei können sowohl sehr robuste keramische Filtrationsmembranen als auch Polymer-Flachmembranen eingesetzt werden. Letztere werden nach einem speziellen Prinzip verbaut, wodurch auch bei diesen Polymermembranen eine hohe Chemikalien- und Temperaturresistenz erreicht werden kann.

Klassische Verfahren zur Aufbereitung von Presslauge sind Anschwemm- bzw. Tiefenfiltrationsverfahren (z.B. Filterpressen, Kerzenfilter, Anschwemmfilter). Je nach Verfahren bietet die Atec Membranfiltration folgende Vorteile:

  • Stabile Permeatqualität: Durch eine klare Trenngrenze liefert die Membranfiltration „von der ersten Sekunde an“ und bis zum Ende des Filtrationszyklus die gewünschte Qualität, d.h. es ist nicht nötig den Filter „einzufahren“ bzw. einen Filtrationskuchen aufzubauen.
  • Stabiler Permeatfluss: Durch das spezielle Atec-Cross-Flow-Verfahren kann hoher und zeitlich stabiler Durchfluss erreicht werden, der über die Dauer des . Dadurch wird die Frequenz von Membranreinigungen verringert und diese im Voraus planbar.
  • Geringer Bedienaufwand / vollautomatischer Betrieb
  • Keine Verunreinigung der aufbereiteten Lauge durch Filterhilfsmittel (z.B. „Fremdcellulose“)

Mehr Informationen finden Sie auch hier im Bericht zu zwei Referenzprojekten in der Viskosefaserherstellung.

Zur Laugefiltration eignet sich das Atec Cross-Flow Filtrationsprinzip: Stabiler Permeatfluss und lange Filtrationszyklen sorgen für einen wirtschaftlichen Betrieb der Anlagen

Stark alkalische Reinigungsbäder

Atec Membranfiltrationsanlagen werden oft für die Aufbereitung von Reinigungsbädern aus der Oberflächenreinigung von Metallteilen eingesetzt. Alkalische und auch stark alkalische Reinigungen (i.d.R. mit pH > 12) eignen sich sehr gut für die Teilereinigung in der Metallverarbeitung, da sie sowohl zur Entfettung (d.h. Entfernung von organischen Verschmutzungen) als auch zur Entfernung von anorganischen Vermutzungen (z.B. Metallpartikeln) dienen.

Atec setzt beim Recycling von alkalischen Reinigungsbädern sowohl keramische Membranen als auch Polymer-Flachmembranen ein. Hohe Temperaturen und pH-Werte stellen dabei kein Problem dar. Je nach Eigenschaften des Mediums und Anforderungen können verschiedene Atec Filtrationsanlagen zum Einsatz kommen.

Sowohl für kleine Badvolumina (< 1.000 Liter) und Spritzreinigungsanlagen als auch für sehr große Tauchbäder mit einem Volumen von über 100 m³ können durch unsere Anlagen vollautomatisch von Öl, Fett, Bakterien und Partikeln gereinigt werden. Die Atec Filtrationsanlagen können dabei auch das Bad automatisch (volumen- und/oder qualitätsgeregelt) mit Reiniger nachschärfen.

  • Einsparung von Arbeitszeit / Mannstunden für die Badpflege, Badwechsel, etc.
  • Kosteneinsparung: Wasser / Abwasser, Chemie, Strom
  • Gleichbleibende Reinigungsqualität: Durch konstante Qualität und „Schärfe“ des Reinigungsbads, werden Qualitätsschwankungen und Ausschuss vermieden
  • Sehr geringer Platzbedarf (z.B. Atec Minitube Filtrationsanlage mit Standfläche < 1 m²)